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Kleine Gesellschaft für VENUS. Eine Ausstellung von Franziska Opel

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Ort: Kleine Gesellschaft für Kunst und Kultur, Hamburg

2.Oktober – October 24, 2015

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Her first soloshow in Hamburg is dedicated to Venus. Venus – a planet, a mythological and therefore recurring image in art history, appears again in her video work now framed in a digital church-window. Various versions of Venus, depicted by artists from Tizian to Michelangelo Pistoletto, are surrounded with colored graphic elements, but now the paintings are turned into black and white photographs. One Venus after an other appears. Rotating letters, like a silent voice-over, describe them as „HARD WORKING GIRLS“.

The large words „FUNNY GAMES“, reaching almost from floor to ceiling in the exhibition space, remind of western-style lettering, of bones, but one could also see (funny) letters with balls. On the whole, the exhibition plays with the paradox of sin and holyness. This is featured best by a self-made vending machine offering an oversized (A4) playing card for one Euro. The cards show praying hands with the word PLAY juggled around them, and on the filpside the same hands mimic a gun with the word PRAY around them. In the exhibition also Mars – Venus‘ counterpart – shows up in heraldic emblems.

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Hermes Villena , “The Nature Of Adaptation ”, Review

Hermes Villena

Hermes Villena

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Hermes Villena

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Hermes Villena, The Nature of Adaptation, 2015

Ein Foto im Holzrahmen, das Motiv zeigt ein Detail verlassenen Gebäude im wirtschaftlichen Zentrum São Paulos: Eine von diagonalen Linien unterbrochene Betonwand, vor die sich fingerhaft aufragende Kakteenarme schieben. Zwei schwarz lackierte Steinbrocken, reliefierte Trümmer aus dem ehemaligen Kölner Club „Stecken“, stehend und liegend drapiert auf einem kreisförmigen Sockel, mit hellem Filz überzogen. Ein weiterer solcher Sockel, diesmal langrechteckig, mit einem Ensemble aus zwei roten Hohlziegeln die eine blaue Isomatte einfassen, von einem Ledergürtel umschnürt. Ein an die Wand montiertes Regalbrett, das eine Plexiglasplatte inklusive Schutzbeschichtung trägt, die ihre Herkunft verrät; darin eingelassen ein arbeitender Ventilator, eingesetzt zur Belüftung von Computern und entfernt an Duchamps Rotoreliefs erinnernd. Hinzugesellt eine gläserne Stele, die sich als ein Flaggenhalter ohne Flagge entpuppt.

Diese vier Elemente befinden sich in einer Kommunikation miteinander, in der sich immer wie-der neue Paare zusammenfinden. Ihr Zusammenspiel fragt nach einer Entsprechung der Formen, aber auch nach einer Entsprechung der mit ihnen verknüpften Bedeutungen, etwa in der Gegenüberstellung von Ziegeln als Material zum Bauen und bereits verbautem, nun verfallenem Material, zukünftiger und ehemaliger Behausung, Transit. Die sich aufbauenden Assoziations-ketten sind eingespannt in dieses vergleichende Sehen, das gerahmt wird von dem Titel als fünftem Element: The Nature of Adaptation, das Wesen der Anpassung. Er verstärkt den Aspekt des Zusammengeklaubten, der sich bei der Ansicht dieser verschiedenartigen Komponenten ergibt: Gefundenes oder Gekauftes, mitgenommen als Foto oder als Objekt selbst, zusammengestellt in und zu dieser Kompositstruktur, die sie in ihrer Verschiedenartigkeit einander gegenüberstellt und ihnen ein neues Leben, neue Bedeutung verspricht abseits von dem, was als ihre ursprünglichen Stand- oder Einsatzorte bezeichnet werden könnte.

Der Bildausschnitt ist gewählt, die Oberfläche verändert, die Objekte zusammengestellt, die Auswahl hergestellt: Das Ausgestellte hat seine Momente der Anpassung bereits erfahren, wie es, so suggeriert der Titel, in seinem Wesen als Ausgestelltes liegt. Die unterschiedlichen Arten, auf die das geschah, verhandeln traditionelle wie zeitgenössische Arten der Adaptation von Dingen, die einem begegnen, der Einverleibung in einen Prozess der Kreation. Villena geht es hier um die Art und Weise der Behandlung der Dinge selbst: Anpassung als Überlebensstrategie im Alltag wird erweitert zu Anpassen als künstlerische Handlungsweise im Umgang mit Dingen, die auf einen zukommen. Außerhalb von positiven oder negativen Konnotationen wird das Anpassen so als gestaltender Prozess begriffen, der eine solche Umwandlung als Tatsache begreift. Veränderung, sagen die angepassten Elemente, impliziert immer Gewinn und Verlust zugleich.

Jenny Dirksen.

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Tom Krol at Ruttkowski;68

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Eröffnung: 9.10, 19Uhr, Bismarckstrasse. 70

TOM KRÓL is driven by the ordinary and the everyday. The Cologne-born artist focuses on symbols, shapes and details that are usually overlooked because they are self-evident.

His work decontextualizes his observations and instills them with another layer of meaning; it questions perceptions of our surroundings and their commercially driven actions.

For his inaugural exhibition at Ruttkowski;68 gallery, Tom Król delves into the world of amateur radio, which is primarily used for non-commercial exchanges or messages. Hugs & Kisses, the title of the show, refers to the language of amateur radio operators, whose communications are encoded as numbers. While most codes have fallen into disuse over time, two remain in use: 73 and 88, which represent ‘Best regards’ and ‘Love and kisses,’ respectively.

Amateur radio operators typically send so-called QSL cards to one another, which contain details of contacts, the station and its operator. Often, the cards are also an expression of the individual, such as a photo of the operator at his station or an original artwork.

Tom Król took inspiration from these QSL cards for the exhibition, which also takes in aspects of his personal life today. The exhibition therefore brings together two worlds that share similarities despite being poles apart: The amateur radio system, with its codes and QSL cards, is not unlike today’s social media, which also require us to communicate via codes like hashtags and images that are ‘liked’ as a means of acknowledgement.