„TAIB (Temporäre architektonische Intervention in einer Baulücke)“
link zur Ortsbeschreibungsfilm: http://www.taib.me/derort/index.html
1-8 August Vorarbeiten in der Fh Köln Bambusspalten / Plane konfektionieren und nähen
9-14 August Aufbau vor Ort Hans-Böckler-Platz
Bambus-Architektur auf dem Hans-Böckler-Platz: Jonathan Haehn ruft mit seinem Baukonzept TAIB. zur aktiven Mitgestaltung ungenutzten Stadtraumes auf
11 Tage lang wird sich die Grünfläche auf dem Hans-Böckler-Platz in einem Ort des kulturellen Schaffens verwandeln. Jonathan Haehn wird hier vom 09.-20.08.2009 seine Diplomarbeit des Fachbereichs Architektur der Fachhochschule Köln „TAIB (Temporäre architektonische Intervention in einer Baulücke)“ als reales Bauwerk errichten und für jedermann zugänglich machen.
TAIB besteht aus einer Bambusgitterschalenkonstruktion, für die 2,5 km Bambus gespalten und der Länge nach miteinander verbunden werden. Geschützt und wetterfest gemacht wird diese Konstruktion, die eine Größe von ca. 5x6x13m erreichen soll, von einer semi- transparenten Plane. Zwei große, offene Eingänge laden Neugierige zum Betreten des Bambus-Bauwerks ein. Der offene, ovale Raum hat aber auch im Inneren Einiges zu bieten: Die Besucher haben hier die Möglichkeit sich auf großen Sitzkissen zurückzulehnen und entspannt den gesamten Raum wahrzunehmen und zu erleben.
Jonathan Haehn will mit TAIB bisher wenig genutzte, unbebaute Flächen mit neuem Leben füllen: Auf diese Weise soll ein Stück brachliegender Stadtraum den Bewohnern zurückgeben werden. Darüber hinaus wird TAIB ein Ort des kulturellen Austauschs werden, an dem sich Menschen begegnen und gemeinsam etwas Kreatives schaffen. Der Raum bietet Künstlern Platz ihre Arbeiten auszustellen, für Kurzfilme, Musik, Kunst oder Fashion. Eines ist für Jonathan Haehn dabei allerdings von entscheidender Bedeutung: „Der Besucher soll dazu animiert werden, selbst aktiv am Gestaltungsprozess teilzunehmen, sich also von der Rolle des passiven Beobachters loszulösen und in das Geschehen mit einzusteigen.“ TAIB kann daher auch als räumliche Umsetzung der Open-Source-Idee der Web 2.0.-Ära verstanden werden: So wie jeder mittlerweile die Möglichkeit besitzt aktiv die Inhalte des Internets mitzugestalten, wird auch bei TAIB der vorhandene Raum den Besuchern zur Verfügung gestellt und von diesen aktiv gestaltet. „Aus dieser Veränderung die das Internet mit sich bringt, sollte man das Positive ziehen – das Bewusstsein über die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und diese in die Realität zu übertragen: Ich kann das Internet mitgestalten, dann kann ich auch meine Stadt mitgestalten.“
Das genaue Programm von TAIB steht noch nicht fest es ist ein Prozess von dem ein Jeder ein Teil werden kann. Geplant sind bisher Musik-Acts, sowie Siebdruck-Aktionen der Gruppe SladK (Siebdruck live auf dein Kleid). Darüber hinaus kann sich jeder auf der Internetseite HYPERLINK "http://www.taib.me" www.taib.me ein eigenes Bild von Jonathan Haehns Bauintervention machen. Auf dieser Plattform wird nicht nur das Konzept von TAIB ausführlich erläutert, sondern interessierte Künstler, die den Raum bespielen möchten, haben die Möglichkeit sich hier anzumelden.
Vom 09.-12.08.2009 wird TAIB auf dem Hans-Böckler-Platz aufgebaut. Schon hierbei besteht für alle handwerklich Begabten die Möglichkeit ein Teil von TAIB zu werden, indem man sich aktiv am Aufbau der Bambus-Konstruktion beteiligt. Alles was man hierfür braucht wird vor Ort zur Verfügung gestellt: Draht und einen so genannten „Driller“, ein Werkzeug, um die Bambusstäbe an einem von 2740 geplanten Verbindungspunkten miteinander zu verknüpfen.
(Kim Eberhardt)